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Was sind recyclingfähige Verpackungen? Einfach erklärt

Eine recyclingfähige Verpackung lässt sich in den bestehenden Recyclingsystemen sammeln, sortieren und zu neuem Rohstoff verarbeiten. Entscheidend ist eine Materialart statt eines Verbunds. Ein Beutel aus einer Materialart kann in den Gelben Sack, ein Verbund aus PET, Aluminium und PE landet in der Verbrennung.

Recyclingfähigkeit ist beim Thema Verpackung das Wort der Stunde. Doch was bedeutet es genau, und woran erkennen Sie, ob eine Verpackung wirklich recyclingfähig ist? Dieser Ratgeber erklärt die Begriffe, zeigt den Unterschied zwischen recyclingfähig und recycelt und sagt Ihnen, wie Sie die Beutel richtig entsorgen.

Was bedeutet recyclingfähige Verpackung?

Recyclingfähig heißt, dass eine Verpackung so aufgebaut ist, dass sie nach Gebrauch wieder zu Rohstoff werden kann. Das ist nicht dasselbe wie recycelt. Recyclingfähig beschreibt die Eignung, recycelt beschreibt, dass es tatsächlich passiert ist. Eine Verpackung ist dann recyclingfähig, wenn die Sortieranlagen sie erkennen und einer sortenreinen Fraktion zuordnen können.

Woran erkennt man eine recyclingfähige Verpackung?

Vier Merkmale entscheiden:

  1. Eine Materialart. Die Verpackung besteht aus einem einzigen Kunststoff, zum Beispiel reinem Polypropylen oder reinem Polyethylen.
  2. Trennbare Komponenten. Etiketten, Verschlüsse und Ventile lassen sich im Prozess vom Hauptmaterial trennen.
  3. Recyclinggerechte Druckfarben. Die Farben stören den Recyclingprozess nicht.
  4. Geprüfte Recyclingfähigkeit. Ein unabhängiges Prüfsiegel bestätigt die Eignung.

Was heißt Made for Recycling und Design for Recycling?

Beide Begriffe gehören zusammen, meinen aber Unterschiedliches.

Design for Recycling ist das Prinzip. Schon bei der Entwicklung wird die Verpackung so gestaltet, dass sie am Ende recycelt werden kann. Eine Materialart, keine störenden Bestandteile, gut trennbar.

Made for Recycling ist die Bestätigung. Ein unabhängiges Institut prüft die fertige Verpackung und vergibt eine Bewertung. So sehen Sie schwarz auf weiß, wie gut die Verpackung tatsächlich recyclingfähig ist.

Welche Verpackungen sind recyclingfähig?

Die Materialwahl entscheidet alles. Beutel aus einer Materialart sind sortenrein verwertbar, klassische Verbundfolien nicht.

Aufbau Recyclingfähig Entsorgung
Mono-PP, eine Materialart ja, sortenrein Gelber Sack
Mono-PE, eine Materialart ja, sortenrein Gelber Sack
Verbund aus PET, Aluminium und PE nein, nicht trennbar Verbrennung

Diese Einordnung gilt für den Folienaufbau allgemein. Zur Recyclingfähigkeit unserer fertigen, bedruckten Beutel liegt uns kein Prüfnachweis vor, eine Aussage dazu treffen wir deshalb nicht. Die Bauformen im Überblick: Standbodenbeutel, Flachbeutel und Blockbodenbeutel.

Monomaterial als Schlüssel zur Recyclingfähigkeit

Der wichtigste Hebel für eine recyclingfähige Verpackung ist das Monomaterial. Wie das genau funktioniert und warum eine Schicht aus einem Kunststoff sortenrein verwertbar ist, lesen Sie ausführlich unter Monomaterial erklärt. Die konkreten Materialvarianten finden Sie unter Mono PE Verpackungen und Mono PP Verpackungen.

Wie werden recyclingfähige Verpackungen entsorgt?

In Deutschland gehören Verkaufsverpackungen aus Kunststoff in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne. Das gilt auch für Monomaterial-Beutel. Drei einfache Schritte helfen beim richtigen Trennen:

  1. Beutel restentleeren, ein Ausspülen ist nicht nötig.
  2. Lose Bestandteile abtrennen, wenn sie sich leicht lösen.
  3. Beutel in den Gelben Sack geben, nicht in den Restmüll.

Welche Materialien sich wofür eignen, sehen Sie in der Übersicht Materialien für Verpackungen.

Vergleich zu Glas, Dose und Aluminium

Recyclingfähigkeit ist nur ein Teil der Ökobilanz. Eine vollständige Ökobilanz der einzelnen Verpackungsarten liegt uns nicht vor, die folgende Übersicht ordnet nur die Verwertungswege und das Gewicht ein.

Verpackung Recyclingfähigkeit Besonderheit
Glas gut recycelbar hohes Eigengewicht, bruchempfindlich
Dose und Aluminium recycelbar formstabil, lichtundurchlässig
Monomaterial-Beutel recyclingfähig bei sortenreinem Aufbau geringes Eigengewicht, flach lagerbar

Welche Verpackungsart für ein Produkt die passende ist, hängt vom Füllgut, vom Vertriebsweg und von der geplanten Lagerdauer ab.

Recyclingfähigkeit und die Verpackungsverordnung

Die Anforderungen an Verpackungen steigen. Die europäische Verpackungsverordnung PPWR macht Recyclingfähigkeit Schritt für Schritt verpflichtend. Was das konkret bedeutet und ab wann welche Regeln greifen, erklärt der Ratgeber PPWR erklärt.

Häufige Fragen zu recyclingfähigen Verpackungen

Was bedeutet recyclingfähige Verpackung?

Eine recyclingfähige Verpackung ist so aufgebaut, dass sie nach Gebrauch gesammelt, sortiert und zu neuem Rohstoff verarbeitet werden kann.

Welche Verpackungen sind recyclingfähig?

Beutel aus einem einzigen Kunststoff, zum Beispiel Mono-PP oder Mono-PE. Verbundfolien aus mehreren Materialien sind in der Regel nicht recyclingfähig.

Was bedeutet Made for Recycling?

Ein unabhängiges Institut prüft die Verpackung und bestätigt, wie gut sie recyclingfähig ist.

Wie werden recyclingfähige Verpackungen entsorgt?

In Deutschland kommen sie restentleert in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne.

Sind Standbodenbeutel recyclingfähig?

Das hängt vom Aufbau ab. Zur Recyclingfähigkeit unserer fertigen, bedruckten Beutel liegt uns kein Prüfnachweis vor. Eine Aussage dazu treffen wir deshalb nicht.

Recyclingfähige Verpackung für Ihr Produkt?

Wenn Sie wissen möchten, welche Größe und welches Material zu Ihrem Produkt passen, stellen Sie alles im Konfigurator zusammen.

Geschäftsführer Martin Schunk

Martin Schunk leitet die Printgroup GmbH & Co. KG in Sennfeld und produziert seit 2003 bedruckte Standbodenbeutel und flexible Verpackungen. In diesem Ratgeber erklärt er, was eine Verpackung recyclingfähig macht und wie Sie die Beutel richtig entsorgen.

Dieser Ratgeber erklärt das Thema allgemein und trifft keine Aussage über einzelne Produkte aus unserem Sortiment. Zur Recyclingfähigkeit unserer fertigen, bedruckten Beutel liegt uns kein Prüfnachweis vor. Die Verantwortung für Angaben zur Verwertung auf der Verpackung liegt beim Inverkehrbringer.